Beifuß

artemisia vulgaris

 

In keiner Räucherliteratur fehlt der Beifuß, denn er ist wahrlich ein Meisterkraut. Auch zu mir scheint er ein anderes Verhältnis zu haben: vor einigen Jahren wollte ich einen Griff für meine Räucherfeder aus dem Stängel einer starken Beifußpflanze haben. Schweren Herzens zog ich los, denn zu dieser Zeit tt ich mich schwer, die Pflanzen zu 'ernten'. Nun ging ich zu einem Platz, wo ich ein paar Beifußsippen wußte – und ich mußte auch nicht lange suchen, da lag doch wirklich noch ganz frisch eine Beifußpflanze, die meinen Ansprüchen voll auf genügte.

Ein Jahr darauf kam der Beifuß auch zu mir. Ich war etwas kränklich und konnte nicht so viele Pflanzen sammeln wie ich für meine Räuchermischungen benötigte. Bei meinem Nachbarn und Vermieter, dem Karl, wuchs eine herrliche Beifußstaude am Haus. Sie diente mir schon mit Ihren Blüten für meine Blütenessenz. Als ich nun bemerkte, dass mir der getrocknete Beifuß ausging war ich am überlegen, wo ich noch ein paar Pflanzen bekommen konnte. Am nächsten Morgen, als ich dann aus dem Küchenfenster sah, da lag diese prächtige Pflanze am Boden – niemand brauchte sie, so konnte ich sie zu mir nehmen. Sie war wohl an die zwei Meter hoch – und so hatte ich ausgiebig Material.

Beim Räuchern ist der Beifuß eine starke Reinigungs- und Schutzpflanze. Sie ist auch eine Schwellenpflanze, die uns in die Anderswelt begleitet und auch da beschützt.

Der Beifuß kann nahezu in jeder Räuchermischung verwendet werden, denn er hat eine große Bandbreite mit der er uns zur Seite steht. Er stärkt unsere Selbstheilungskräfte, hat eine wärmende und beruhigende Wirkung, so dass wir gut schlafen können, unterstützt uns wenn wir schwach und mutlos sind und hilft auch in Computerräumen den Elektrosmog ab zu bauen.

Er ist eine große Frauenpflanze, die den Germanen und Kelten heilig war. Hier wurde der Unterleib der Frauen abgeräuchert und mit dieser Räucherung auch gesegnet. Bei allen Schamanen auf dieser Welt ist er ein wichtiger Bestandteil bei Räucherritualen.

Vom Beifuß verwende ich nicht nur die bekannten Pflanzenteile, sondern auch die Wurzeln und das Mark.

 

Beifuß darf in der Schwangerschaft als Kraut nicht eingenommen werden. Sicherlich ist auch Vorsicht mit dem Beifußräuchern in dieser Zeit angeraten.

 

 

Jede Anwendung erfolgt auf Verantwortung des Benutzers. Die Räucherung erspart nicht den Weg zum Arzt, Heilpraktiker oder Therapeuten

 

Meine Texte können kopiert und auch veröffentlicht werden, bei Angabe der Quelle - www.waldviertler-raeucherwerkstatt.at

 

Räuchern mit Beifuß: 

Abend-Räucherung, Ahnen-Räucherung, Beruhigung, Sakral-Chakra, desinfizierend, Drittes Auge, Entscheidungsfähigkeit, Gedankenklärung, Germanen-Räucherung, Gewitter, Hellsichtigkeit, Heuschnupfen, Intuition, Kommunikation mit Engel, Kräuterbusch-Räucherung, Luststeigerung. Loslassen, Männlichkeit, Mut, Neubeginn, Öffnen, Orakel, Rauhnächte, Reinigung, Rituale, Schamanen-Reise, Schutz, Segen, Selbstheilungskräfte steigern, Selbstvertrauen, Selbstwert steigern, Transformation, Trauerarbeit, Traumarbeit, Übergangsriten, Unterstützung, Visionen, Wahrsagen, Weiblichkeit, Widerstandskraft.

 

Beifuß, zerkleinert

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